Gegen Panikmache und Maskenpflicht – Schweizer Immunologe fordert Entschuldigung

Es paßt natürlich nicht in den medialen Mainstream, aber früher oder später wird man sich den Fakten stellen müssen und wird das Herumspekulieren a la Lauterbach und Drosten nicht mehr zur Grundlage politischer Entscheidungen machen können.

Auf Sputniknews ( https://de.sputniknews.com/politik/20200719327528995-corona-immunologe-fordert-entschuldigung/ , Quelle auch für einige Zitate weiter unten) weist Beda Stadler auf inkonsistente Teststrategien hin, die zu Verfälschungen in der Statistik führen, die dann ungefiltert und ohne sinnvolle Interpretation als Grundlage für politische Entscheidungen verwendet werden.

„Stadler zweifelt nicht nur an der seit 9. Juli in der Schweiz wieder geltenden Maskenpflicht, sondern auch an der Test-Strategie der Schweizer Behörden. Die Verunsicherung sei groß, stellt er fest. Das könne „noch ewig so weitergehen. Falls man nämlich weiter so intensiv testet, wird es kaum je weniger positive Resultate geben.“

Der Immunologe betont: „Es gehört zwar zum Lehrbuchwissen, dass ein positiver Test nicht gleichbedeutend ist mit einer Ansteckung. Aber Wissen hilft nur, wenn man es auch nutzt.“ Er macht darauf aufmerksam, dass die meisten PCR-Tests zum Nachweis des Virus Sars-Cov-2 eine Fehlerquote von mehr als einem Prozent haben. Das habe unter anderem ein Ringversuch ergeben, an dem zahlreiche Labore beteiligt waren.

Stadler führt die Folgen näher aus: „Die von Drosten mitentwickelten und weltweit eingesetzten PCR-Tests könnten aber selbst bei immunen Menschen Bestandteile von Sars-Cov-2 nachweisen. „Der Test wird so lange positiv sein, bis keine Trümmer des Virus mehr vorhanden sind.“ Zudem werde durch die PCR-Methode „ein kleines Stück des viralen Genmaterials im Test genügend vervielfältigt“. Stadler schrieb, dass mutmaßlich eine große Zahl der täglich gemeldeten Infizierten auf dem Aufspüren von Virustrümmern beruhen.“

Tatsächlich hat das dazu geführt, dass zwischendurch Zweifel an der Immunisierung durch Ansteckung aufkamen, als nämlich bei bei mehreren hundert Menschen in Südostasien, die nachweislich von Covid-19 genesen waren, erneut Symptome festgestellt wurden und besagte PCR-Tests positive Ergebnisse lieferten. Erst eine nachgeschobene, genauere Untersuchung mit vollständiger Gensequenzierung zeigte, dass es sich um unvollständige Gene eines somit inaktiven Sars-2-Virus handelte. die beim PCR-Test zu false-positives führten.

Wie weit man sich vom Realismus entfernt hat, schätzt er recht pessimistisch ein: „Die Gesichtsverhüllung ist längst eine Art Glaubensbekenntnis. Selbst die Ungläubigen werden weiterhin ihre Masken überziehen, da schließlich niemand als Asozialer gebrandmarkt und aus dem Zug geschmissen werden will.“

Das Stichwort „Glaubensbekenntnis“ lässt einen nachdenklich werden, das es einen zu einer Betrachtung der Situation führen kann, wie es zu solchen Extremmaßnahmen wie „Lockdowns“ kommen konnte. Auf der einen Seite sind „Experten“, die unreflektiert das Mantra vom gefährlichen Virus aufsagen und somit Bilder aus den Medien von Ebola-Epidemien und hämorrhagischen Fieber heraufbeschwören und unverdrosten die unbewiesene These vertreten, dass es der deutschen Politik zu verdanken ist. dass die Infektionszahlen niedriger als in anderen Ländern sind. Und auf der anderen Seite sind Politiker wie in Schweden, die einen besonnenen, der Situation angepassten Umgang pflegen und sich auch nicht scheuen, zuzugeben, dass sie nicht immer optimal agiert haben oder Experten wie Stadler, die sich auch nicht zu fein sind, frühere Einschätzungen zu revidieren:

„Ich könnte mich selber ohrfeigen, weil ich das Virus Sars-Cov-2 viel zu lange mit Panik im Nacken betrachtet habe.“ Er ärgere sich auch etwas über viele seiner Fachkollegen, „die bislang die Diskussion rund um Covid-19 den Virologen und Epidemiologen überlassen haben“

Es ist schwer, in einer Medienwelt, die im Panikmodus läuft, Abwägungen und differenzierten Betrachtungsweisen Gehör zu verschaffen. Vielleicht braucht es einfach etwas markantere, nicht immer ganz so wissenschaftlich-korrekte Statements, um die Politik und unser Leben wieder in normalere Fahrwasser zu führen.

„Wer als gesunder junger Mensch derzeit mit einer Maske herumläuft, sollte deshalb gescheiter einen Helm tragen, da das Risiko, dass einem etwas auf den Kopf fallen könnte, grösser ist als eine schwere Erkrankung an Covid-19.“ In seinem jüngsten „Weltwoche“-Beitrag empfiehlt er, die Maskenpflicht schnell wieder abzuschaffen: „Es war eine gute Trockenübung. Taucht mal wieder ein gefährliches Virus auf, kann jeder sein Lieblings-Lümpchen hervorholen, um etwas gegen die eigene Panik zu unternehmen.“ (Zitat Stadler aus oben genannten Artikel).

Eine weitere Einschätzung zum Umgang mit Risikogruppen deckt sich mit der selbstkritischen Einschätzung des schwedischen „Chef-Epidemiologen“, in welchem Bereich seine Strategie anfänglich Mängel aufwies:
„Um die Pandemie unter Kontrolle zu halten, reiche eine Strategie aus, die über 65-jährigen Risikopersonen vernünftig zu schützen, schrieb Stadler in der ‚Weltwoche‘ im Juni. Ein erneuter Lockdown sei nicht notwendig: ‚Zurück auf dem Weg zur Normalität, würde es uns Bürgern jetzt guttun, wenn sich einige Panikmacher entschuldigen würden.’“

Stattdessen geht man nun seit Ende Juli in Österreich mal wieder den gegenläufigen Weg, unterstellt jedermann, krank zu sein und versucht Risikogruppen nun sogar vor Rhino-Viren zu schützen, indem man alle wieder dazu zwingt, einen Mund-Nasen-Schutz auch in Supermärkten zu tragen. Immerhin ein MNS, der wirksam ist und keinen Stofflappen wie in Deutschland, der unbestritten keinen hinreichenden Schutz gegen Emission von Viren bietet.

Zielführend wäre, wenn man potentiellen Risikopatienten die Möglichkeit böte, sich zu schützen – z.B. durch einen kostengünstigen Zugriff auf FFP-Masken. Das könnten dann auch Masken mit Ventil sein, weil nur der Träger geschützt werden müßte.

Ansonsten hätte man dadurch wieder vermehrt und marktbedingt preisgünstiger „echten“ Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung und könnte diejenigen ausstatten, die beruflich bedingt mit potentiellen Risikopatienten zu tun haben, also Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Versorgungskräfte.

Biergarten mit Maulkorb

Die Paranoia der Bayrischen Staatsregierung kennt keine Grenzen: Man muss sogar eine Behelfsmundbinde tragen, wenn man sich sein Bier abholt – wohlgemerkt auch an Ausgabeständen unter Freiem Himmel!

Virologisch macht das bei Sars2 weder für Schankkellner noch für Gäste irgendeinen Sinn, weil sich Viren im Freien sofort gegen Unendlich verdünnen und durch UV-Strahlung binnen zehn Sekunden deaktiviert werden.

Aber politisch natürlich schon:
Irgendwie muss man ja erklären, warum so wenige der Mitte März erlassenen Verbote und im Falle Bayern sogar Ausgangssperren epidemologisch relevant waren. Wie sonst kann es sein, dass deren Aufhebung keine signifikante Zunahme der Ansteckungen bewirkt? Stattdessen warten wir seit Wochen auf die von unseriösen Wissenschaftlern geweissagte zweite Welle.

Abschaffung der Mundschutz- bzw. Maskenpflicht in Deutschland

Quelle: https://www.openpetition.de/petition/online/abschaffung-der-mundschutz-bzw-maskenpflicht-in-deutschland

Hintergrund: Openpetition ist eine Web-Plattform, die Bürgern das Einreichen einer Petition erleichtern soll. Am 18. Mai 2020 wurde dIe Unterschriftensammlung zu der hier genannten Petition abgeschlossen und die Petition wurde durch den Initiator Jonathan Frank eingereicht.

Interessant ist die Begründung sowie die Argumente der Personen, die sich auf der Plattform dazu geäußert haben.

Hier zunächst Inhalt und Begründung der Petition im korrigierten Wortlaut:

Jeden TAG sterben weltweit 175.000 Menschen – auch ohne Corona. Die Maskenpflicht ist absolut unverhältnismäßig. Stoppt die Bevormundung und Machtdemonstration der Politik.

Begründung:

Wir wollen unsere Freiheit zurück! Schützt die Risikogruppen und lasst die anderen Bürger in Ruhe! Masken können auch unsere Gesundheit beeinträchtigen. Es gibt ein Vermummungsverbot.
www.anwalt.de/rechtstipps/maskenball-schiesst-die-corona-maskenpflicht-rechtlich-uebers-ziel-hinaus_167027.html
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-weltaerztepraesident-montgomery-kritisiert-maskenpflicht-16737878.html

COVID-19-Patienten husten Viren durch chirurgische Masken und Baumwollmasken hindurch (Dienstag, 7. April 2020 Seoul)
Weder Baumwollmasken noch chirurgische Masken sind eine sichere Barriere für SARS-CoV-2, wenn ein Patient mit COVID-19 hustet. Dies zeigen aktuelle Experimente in den Annals of Internal Medicine (2020; doi: 10.7326/M20-1342).

Die aktuellen Lockerungen durch eine Mundschutzpflicht zu unterstreichen, zeigt deutlich die Unsicherheit unserer Regierung und der Landesminister auf. Es gibt keinen klaren Plan! Im März stand ein Mund- und Nasenschutz noch nicht zur Debatte, dabei wurde der Lockdown schon veranlasst. ( Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/schutzmaske-oeffentlichkeit-101.html )

Um das ganze wissenschaftlich noch mehr zu untermauern, bietet sich dieses Review über die Auswirkungen des Tragen von Masken an. Darin sind unzählige weitere Quellen zitiert, die keinen Zweifel mehr am Unsinn der derzeitigen Politik lassen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4748517/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jonathan Frank aus Krefeld

Nachfolgend einige Kommentare von Bürgern zu dieser Petition:

[Pro Petition] „Ich arbeite ebenso wie viele hier im Verkauf und meine Tätigkeit ist
seit Einführung für mich und meine Kollegen zu einer Zumutung geworden.
Trotz dem Versuch verschiedene Masken zu benutzen, haben wir jeden Tag
mit Atemproblemen und Kreislaufschwierigkeiten zu kämpfen, bis hin zum
Zusammenbruch einer Kollegin. Eine Schutzfunktion sehe ich auch nicht,
da man sich durch die Maske nur so schwer verstehen kann, dass man sich
so nah zusammenlehnen muss, dass kaum Abstand zwischen Kunden und
Verkäufer herrscht. Und ehrlich – die Zahlen nahmen auch während des
Lockdowns ab – auch ohne Maskenpflicht!

[Contra Petition] „Vorneweg: Ich bin gegen eine generelle Maskenpflicht befürworte aber
eine zeitlich eingeschränkte bei Menschenansammlungen. Die Maske soll
die Mitmenschen schützen, nicht den Träger. Es ist nicht zuviel
verlangt die Mitmenschen vor einer etwaigen eigenen Erkrankung temporär
zu schützen. Hätte man damit wie in Südkorea bereits im Februar 2020
begonnen hätte man den Lockdown auf kritisch Betroffene (Pflegeheim,
..) reduzieren können.“

[Pro Petition]: „Hallo zusammen. Ich arbeite bei einem Einzelhändler. Die ganze Zeit hatten wir auf und es ging alles. Das Schutzglas haben wir erst nach 2 Wochen bekommen, wo das Virus explodiert war und jetzt müssen wir den Mundschutz oder Visier tragen. Wir sind meistens alle Brillenträger, haben Headset und dann noch Maske, mehr geht nicht. Man bekommt keine Luft und kann nicht produktiv arbeiten. Das ist alles Menschenquälerei. Wenn Politiker mal jeder einen Tag körperlich etwas machen würden, würden sie mal das Gericht einschalten statt solche Gesetze zu machen. Die Kunden halten jetzt keinen Abstand.“

[Pro Petition] „Kopfschmerzen und Schwindel
Die ersten Male Maske tragen ging. Mir war nur sehr heiß. Seit dieser Woche (2. Woche Masken-Pflicht in Sachsen) bekomme ich schon nach kurzer Zeit des Tragens Kopfschmerzen, Atemnot und Schwindelgefühle. Außerdem demzufolge natürlich Angst, dass ich im Geschäft umkippe.Nach Abnehmen der Maske hatte ich mehrere Stunden noch leichte Kopfschmerzen und Schwindel. lieber würde ich länger in der Schlange stehen und mehr Abstand einhalten, als die Maske noch länger aufzusetzen. Habe auch schon unterschiedliche Modelle getestet und stelle keinen Unterschied fest, der die Situation verbessern würde.

[Pro Petition] „Dauerzustand
Wenn es nur vorübergehend wäre? Kein Problem. Aber die Maskenpflicht, jetzt eingeführt, wird wohl als letzte aller Verordnungen wieder abgeschafft! Sie wird als Voraussetzung vieler sog. Lockerungsmaßnahmen von der Regierung angesehen. Nach Ansicht einiger Virologen kommt noch die 2. 3. … Infektionswelle. Damit sind wir vielleicht auf Jahre hinaus zum Tragen der Masken verdonnert! Der allmähliche Untergang für den klimafreundlichen öffentlichen Bus- und Bahnverkehr. Wer will sich das lange antun, nur noch mit Maske fahren zu dürfen?

Weltärztepräsident kritisiert Maskenpflicht

Auf der Website des Robert-Koch-Instituts (rki.de) wurde eine Zeitlang als Argument für sogenannte „community-Masken“ die These vertreten, dass sie zumindest eine psychologische Wirkung hätten, die zum Abstandhalten animieren würde. Jedem, der im April mit dem ÖPNV fuhr, wurde das Gegenteil demonstriert. Die damals noch freiwilligen MNB-Träger waren die ersten, die keinen Abstand gehalten haben.

Ebendieses ist offenbar auch anderen aufgefallen und aus berufenerem Munde war am 23.04.2020 bei faz.net folgendes zu lesen:

„Wer eine Maske trägt, wähnt sich sicher, er vergisst den allein entscheidenden Mindestabstand“, mahnt Frank Montgomery. Schals und Tücher als Schutz seien „lächerlich“.

Außerdem meint er: „Bei unsachgemäßem Gebrauch könnten Masken gefährlich werden.“

Im Stoff konzentriere sich ein Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut, schneller könne man sich kaum infizieren, sagte Montgomery. Eine gesetzliche Maskenpflicht könne es nur für echte Schutzmasken geben, eine Pflicht für Schals oder Tücher sei „lächerlich“. Zugleich verwies er darauf, dass man derzeit noch alle „echt wirksamen Masken“ für das medizinische Personal, Pflegende und Gefährdete brauche.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-weltaerztepraesident-montgomery-kritisiert-maskenpflicht-16737878.html


In der BRD wird seit Ende April die Benutzung von „Mund-Nasen-Bedeckungen“ im öffentlichen Personentransport wie auch in nahezu allen Geschäften und mittlerweile sogar in Arztpraxen im zunehmenden Umfang vorgeschrieben.

Zum Beispiel in der Schweiz denkt man da offenbar eher wie Montgomery: Der Staat unternimmt große Anstrengungen, in ausreichender Zahl geprüft wirksamen Mund-Nasen-Schutz bereitzustellen, hat dieses Ziel aber wohl noch nicht erreicht. Da erscheint die Strategie der Schweizer nur konsequent, Mund-Nasen-Schutz im Alltag nicht vorzuschreiben.

Die Linie wird im übrigen auch von der WHO so empfohlen. „Alltagsmasken“ werden auf deren Website nicht mal erwähnt, „echter“ Mund-Nasen-Schutz wird zusammen mit einer detaillierten Anleitung für „Symptomatische“ empfohlen.

Corona-Hotspot: Bundeswehr rückt an! Anstieg…

Unter der Schlagzeile „Coronavirus: Corona-Hotspot: Bundeswehr rückt an! Anstieg…“ brachte die Online-Zeitung DERWESTEN eine Meldung aus Thüriingen.

Im Text ging es dann nur noch um sechs Sanitäter: „Im Kampf gegen die Corona-Pandemie erhält der Kreis Greiz ab Dienstag Unterstützung von der Bundeswehr. Dann werden sechs Sanitäter die mobilen Abstrichteams im Landkreis unterstützen.“

Referenz: https://www.derwesten.de/panorama/vermischtes/coronavirus-corona-krise-lockerungen-covid-19-corona-merkel-urlaub-regeln-rki-robert-koch-pandemie-drosten-greiz-id229047077.html?position=31&query=greiz%20bundeswehr&t=web&l=de am Mon, 11 May 2020 09:50:46 +0200

Da sag noch jemand, „Fake-News“ wären eine Domäne der Verschwörungstheoretiker.

Gelassene Vorsicht

Die schwedische Grundhaltung finde ich enorm sympathisch, auch wenn das Vorgehen im Einzelnen nicht ganz ausbalanciert sein mag. Man spürt in Schweden ein Vertrauen zwischen den Bürgern sowie zwischen Bürgern und Behörden, das in Deutschland leider fehlt. Sicher ist es entschieden zu lax, wenn auch am heutigen 03.04.2020 von der schwedischen
Public-Health-Agentur noch keine Quarantäne bei Erkrankungen innerhalb der Familie empfohlen wird. Prinzipiell ist es jedoch der einzig demokratische Weg, Empfehlungen auszusprechen und auf gesetzlichen Zwang zu verzichten. Eine Eindämmung viraler Infektionen funktioniert auch dann sehr gut, wenn die empfohlenen Maßnahmen überwiegend, nicht unbedingt lückenlos eingehalten werden.

Obwohl die Mitläufer Nazideutschlands aussterben und die übereifrigen DDR-Bürger sich in die Passivität des Alters verabschieden, ist die deutsche Mentalität labil, prekär, dies schlägt sofort auf die gesellschaftliche Verfassung durch. Die Decke der deutschen Zivilisation ist dünn, darunter lauert Diederich Heßling, der auftrumpfende deutsche Untertan.

Ihm arbeiten derzeit die mit typisch deutscher Liebe zum bürokratischen Detail erlassenen Verordnungen zur Bekämpfung oder Eindämmung Coronavirus-Epidemie zu.

Mit diesen Verordnungen wird das Systemversagen, eingeschleppte Infektionen gezielt zu verfolgen und ihre Ausbreitung damit zu unterbinden, in Stärke staatlichen Handelns umgemünzt. Die Schattenseite ist, dass alle Bürger unter Generalverdacht gestellt
werden, Coronavirus-Verbreiter zu sein, obwohl weiterhin nur eine verschwindende Minderzahl der Bevölkerung positiv getestet wurde und keine Zweifel bestehen, dass die angeordnete Quarantäne der positiv Getesteten und ihrer engen Kontaktpersonen befolgt wird.

Die COVID-19-Verordnungen sind Ausdruck staatlichen Mißtrauens in die deutsche Bevölkerung und Gesetze zur Gängelung und Disziplinierung der Bürger, deren Akzeptanz durch die Schürung von Panik und Hysterie erreicht wird. In dieser Atmosphäre blüht Diederich Heßling als deutscher Volkscharakter wieder auf.

Auch ich halte strenge Regeln der Hygiene und des Abstandhaltens in der derzeitigen Situation für sinnvoll, zu denen wir uns gegenseitig ermahnen sollten, auch wenn sich im Normalfall Menschen begegnen, die bisher keinen Kontakt mit COVID-19 hatten, die Wahrscheinlichkeit des Kontakts mit einem SARS-CoV-2-Ausscheider sehr gering ist.

Aber bitte: mehr gelassene Vorsicht, weniger Polizei und Ordnungsamt.
Wir sind keine Verseuchten, die für andere eine potenziell tödliche Gefahr darstellen, und sollten uns konsequent gegen diese generelle Unter-Verdacht-Stellung wehren.

[Kommentar auf aerzteblatt.de am Freitag, 3. April 2020, 15:35 von Claus Günther]

423 – modernisiert

oder: wie man ein für viel Geld ein gutes Werk ruiniert !

Der Werdegang der ET 423

Die „423“ ist eine Baureihe von Triebzügen der Deutschen Bahn, die laut Wikipedia seit 1998 zunächst in München und dann auch in anderen bundesdeutschen Städten die Vorgängerbaureihe ET 420 nach 30 Jahren ablöste. ET 420 ist die Baureihe, mit der der S-Bahn-Betrieb in München Ende der 60er-Jahre startete – die erst blau-grauen und dann orange-grauen Züge.

Die ET 423 brachte eine Menge Vorteile. Dies sei an dieser Stelle unterstrichen, weil neue Besen eben doch auch oft besser kehren.

Ad hoc fallen mir die Verbesserungen gegenüber der Vorgängerin ein, obwohl auch diese zu ihrer Zeit bereits recht fortschrittlich war:

  • Klimatisierung der von außen zugeführten Frischluft
  • Durchgangsmöglichkeit während der Fahrt innerhalb eines Zugsegments aus 4 Wagen
  • Insbesondere von außen deutlich geringerer Lärmpegel, speziell beim Bremsen
  • Elektronische Multisegmentanzeige an den Wagenenden
  • Elektromechanische Türen, die nicht mehr regelmäßig vereisen

Also alles gut könnte man meinen und tatsächlich waren die Fahrgäste auch sehr zufrieden mit der neuen Baureihe.
Nun gut, gelegentlich fällt die Türelektronik aus, was sich aber nicht mehr auf den Winter konzentriert und dank Durchgängigkeit eines Zuges kann man auch leichter ausweichen. Im Sommer kommt die Klimatisierung an ihre Grenzen und dank zwangsgeschlossener Fenster wird’s dann unangenehm. Erst recht, wenn ein Teil der Klimaanlage ganz ausfällt, was aber recht selten vorkommt.
Bei den Gepäckablagen hatte man leider etwas gespart – nur 50% der „Abteile“ haben eines. In den Abteilen für Sperrgepäck an den Enden der Zugteile hat man sich die Haltestangen gespart und die stattdessen montierten flexiblen Griffe sind nicht grad intuitiv zu greifen und für etwas kleinere Fahrgäste nicht mehr erreichbar.

Aber insgesamt ein recht gelungene Neuentwicklung, für die auch ein 9-stelliger Invest gerechtfertigt scheint.

Und dann kam „423-refurbished“

Vor ein paar Jahren hatte dann irgendjemand die Idee, dass man nach 20 Jahren ET 423 irgendetwas tun muss. Keine Ahnung, welches der tatsächliche Grund war, aber von den zuvor genannten, eher geringfügigen Nachteilen mal abgesehen, war die ET 423 eigentlich ein gelungenes Beispiel solider Ingenieurskunst – zumal auch der Ablauf der eigentlichen Ablösung der ET 420 völlig reibungsfrei verlief.

Ohne große Ankündigung tauchten ab 2018 gelegentlich Züge auf, die von außen weitgehend wie die bisherigen ET 423 aussahen, aber innen komplett runderneuert worden waren. Wegen der vergrößerten Abstellflächen für Koffer dachte ich zunächst, dass wären nun spezielle Züge für die Flughafenlinien, also S1 und S8. Aber weit gefehlt: Die Züge tauchten ohne irgendein erkennbares Schema an immer wieder anderen Stellen auf und schön langsam dämmerte mir, dass hier eine größere Umbauaktion im Gange war. Also war etwas Recherche im Web angesagt:
Tatsächlich wollte man also alle ET 423 sukzessive umbauen und hat dafür über 300 Mio. € Steuergelder erhalten. Schlagzeilen hatte das dann gemacht, als ihnen das Geld noch vor der vollständigen Umsetzung ausging. Außerdem gab es wegen Personalmangel und zunehmender Auslastung Terminprobleme, weshalb der Umbau wohl erstmal auf Eis gelegt wurde.

Als Steuerzahler ärgert mich so ein laienhaftes Projektmanagement, aber zunächst einmal bin ich ja Fahrgast, also schauen wir mal genauer hin, worin die Modernisierung im Vergleich zu der „alten“ ET 423 besteht.

Eine Kritik

Man soll ja immer erstmal mit dem Positiven anfangen und ja, auch diese sind zu konstatieren – auch wenn man damit recht schnell durch ist.

Gut ist im Prinzip (!) ohne Zweifel der Austausch der Innenbeleuchtung gegen LED-Technik. Sind weniger anfällig gegen Ausfall, sparen sicherlich nicht unerheblich Strom und passen sich an die Umgebungshelligkeit an.

Hübsch sind auch die Innendisplays, auch wenn deren tatsächlichen Möglichkeiten erst jetzt, also nach 2 Jahren, nach und nach im Rahmen von Software-Updates zum Tragen kommen als da wären Informationen über Anschlussverbindungen oder ETA an den einzelnen Zwischenzielen. Was von Anfang an funktionierte, war hingegen der Propagandakanal auf einem Teil des Displays.

Das war’s aber auch schon. Die neue LED-Beleuchtung kommt in einem sehr kalten Farbton daher und ist insbesondere nachts recht grell.

Der Austausch der äußeren Zugzielanzeige gegen Mehrfarbanzeigen sieht zunächst einmal chic aus, aber tatsächlich sind die Anzeigen insbesondere nachts so grell, dass das Auge „übersteuert“ und nur noch einen weißen Brei wahrnimmt. Hinzu kommt, dass diese Anzeigen aus runden Pixeln besteht, also eine deutliche Verschlechterung gegenüber den Multisegmentanzeigen der „alten“ ET 423. Deren Hauptproblem ist die schlechte Hinterleuchtung nach etlichen Jahren Betrieb, aber ansonsten bieten sie eine sehr viel bessere Trennschärfe auch aufgrund ihres geringeren Hell-Dunkel-Kontrasts. Auch ist deren Gelb deutlich angenehmer als das neue Weiß.

Kommen wir zu den harten Fakten: Leider wurde die Anzahl der Sitze deutlich reduziert. Je nach Zählweise würde ich auf eine ca. 15% geringere Sitzplatzkapazität kommen. Vermutlich war der Plan, auf diese Weise die Mängel in der Kapazitätsplanung der S-Bahn insgesamt auszugleichen (man hat ja jetzt erst mit dem Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke angefangen), indem man Sitzplätze zugunsten von Stehplätzen aufgibt. Über den „Erfolg“ dieses Vorhabens weiter unten. Ganz grundsätzlich ist eine solche Strategie eine Zumutung. Im innerstädtischen Bereich mit Etappen unter 10 min. mag das angehen, aber in der S-Bahn München ist Fahrgast regemäßig über 20 min. pro Etappe unterwegs – vom Airport in die Münchner Innenstadt sogar knapp 40 min. – und so lange zu stehen, soll eine zumutbare Option sein? Wohl kaum!

Aber schauen wir uns diese Sitzplätze doch mal näher an. Um eine Lagerung von Koffern unter Sitzbänken zu ermöglichen, wurden sie teilweise ohne gangseitige Abstützung nur an der Wagonwand befestigt. Dementsprechend beutelt es einen jedesmal, wenn an einem der übrigen 3 Sitzplätze jemand aufsteht oder sich gar mehr oder minder schwungvoll hinsetzt. Inwieweit diese Statik zu langfristigen Schäden an der Aufhängung führt, wird sich zeigen. Das oben vermutete Ziel wurde jedenfalls nicht erreicht: Niemand schiebt seinen edlen Koffer unter die Sitzbank.

Weil wir grad beim Gepäck sind: Ein Mangel der bisherigen ET 423 war ja immer die fehlende Gepäckablage an den Wagonenden. Nur im Mittelbereich sind Gepäckablagen montiert. Umso erfreulicher, dass die modernisierten ET 423 nun an den Wagonenden über Gepäckablagen verfügen, die noch dazu nicht mehr als Gitter mit „Durchfallgarantie“, sondern mit Glasscheiben als Boden ausgeführt sind. Nur – warum zum Teufel wurden dafür die Gepäckablagen im Mittelbereich eines Wagons wegrationalisiert? Waren die überbreiten Displays im Weg? Da hätte sich sicherlich ein Kompromiß hinsichtlich Platzierung und Größe der Displays gefunden. So muss man nun sein Gepäck auf den Boden stellen – oder auf die Sitzplätze, um mal aus dem realen Leben zu berichten.

Kommen wir also nochmal auf die Sitzplätze zurück und hier speziell auf das Re-Design der Zugteilenden, also des Bereichs direkt hinter der Fahrerkabine. Hier wurde offenbar ein Designer von der Leine gelassen und herausgekommen ist eine Sitzecke, die man bei einem Ausstatter für Wohnzimmer oder Lounges erwarten würde, aber nicht bei einem Nutzfahrzeug, dass täglich Tausende von Fahrgästen transportiert. Dort wo vorher 8 Sitzplätze waren, sind nun zwei runde Sitzbänke, bei denen man sich schon sehr gern haben muss, um dieselbe Anzahl von Personen unterzubringen. Eigentlich sitzt man auch nicht richtig, sondern hängt irgendwie seltsam in der Gegend rum. Die Zielgruppe ist laut Propaganda-Video offenbar die Großfamilie, die am Wochenende ins Grüne fährt. Nur, dass es diese Großfamilie eh kaum gibt und die Maximalauslastung der S-Bahn nun mal 5 Tage / Woche durch die Pendler verursacht wird. Zielgruppenanalyse verfehlt, würde ich mal sagen.

Die Neuordnung der Sitzplätze hatte wohl das Ziel, mehr Stehplätze zu schaffen. Tatsächlich ist auch dieses Ziel nicht erreicht, weil es nun zwar mehr freie Standfläche gibt, man diese aber mangels geeigneter Haltegriffe nicht nutzen kann. Der Durchgang wird nun zwar durch Säulen mit Halterohren versperrt, welche jedoch so niedrig sind, dass sich nur kleine Personen in optimaler Höhe gut festhalten können. Nicht optimal sind Griffe, die unterhalb Brusthöhe angesiedelt sind. Somit sind diese Säulen für den durchschnittlichen 1,80 m großen Menschen zu niedrig und werden dementsprechend selten genutzt. Wegen der hohen Zahl an Einzelplätzen sind auch die dahinter liegende Wände nur noch halb so breit, weshalb sich dort nicht mehr zwei Personen nebeneinander anlehnen können.

Die nunmehr offenere Innenraumgestaltung hat leider auch den Effekt der geringeren Schallreduzierung (Gespräche, etc.), womit die Fahrt insgesamt lauter wird.

So ziemlich die erste, negativ aufgefallene Änderung war jedoch einer etwas unappetitliche Natur. Leider hat man konsequent sämtliche Abfallbehälter ersatzlos gestrichen. Laut Propagandavideo ist die Vorstellung der Deutschen Bahn, dass man seinen Abfall in den Eimer am Bahnsteig wirft. Mal abgesehen davon, dass diese häufig überfüllt sind, wird sicher niemand seinen Apfelbutzen eine halbe Stunde lang in der Hand halten, um ihn nach dem Ausstieg wegzuwerfen. Die Lösung liegt für viele Fahrgäste nahe und somit liegt der Abfall nun am Boden. Pfuideibel, S-Bahn München!

Was tun?

Nachdem den Herren (und Damen) Projektleitern das Geld ausgegangen zu sein scheint, sollte man die Gunst der Stunde nutzen und das Umbauprojekt stoppen. Falls doch Geld auftauchen sollte, sollte man dies lieber in zusätzliche Züge investieren und vermehrt Voll- und Langzüge fahren lassen. Das ist sicherlich zielführender, als im großen Umfang die alten 420er zu reanimieren.

Hinsichtlich den Kindern, die bereits in den Brunnen gefallen sind (also die umgebauten ET 423) sollte man sich überlegen, wie man zumindest die gröbsten Mängel mit überschaubarem Aufwand beheben kann.

Vielleicht auch einfach mal jemand fragen, der tagtäglich mit der S-Bahn unterwegs ist?!